__1_99_88_87_80_83_48_42_54_13_95_ Arginin
      
   
 

 

  Arginin


Arginin, oder genauer L-Argini, ist die Bezeichnung einer semiessentiellen Arminosäure, die sowohl im menschlichen Körper selbst gebildet wird, als auch über die Nahrung oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel oder medikamentöse Produkte aufgenommen werden kann. Arginin ist der einzige Ausgangsstoff des gefäßaktivierenden Moleküls Stickoxid (NO), welches für eine gesunde Herz-Kreislauf-Funktion und flexible Gefäße verantwortlich ist. Die wohl bekannteste Eigenschaft von Arginin ist allerdings die Steigerung der männlichen Erektionsfähigkeit bei gefäßbedingter erektiler Dysfunktion.

Doch L-Arginin ist ebenso für wichtige Körperfunktionen wie die Blutzuckerspiegelregulierung und die Steuerung des Immunsystems notwendig. In dieser Funktion wird Arginin bei Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose), bei der Unterstützung des Muskelaufbaus, zur Stärkung des immunsystems, zur Verbesserung der Insulinresistenz bei Diabetikern sowie bei Tinnitus und Haarausfall zur Verbesserung der Kapillardurchblutung eingesetzt. Und natürlich findet Argonin auch als natürliches Potenzmittel im weitesten Sinne bei der erektilen Dysfunktion Anwendung.

Natürliches L-Arginin kommt vor allem in Walnüssen, Cashewnüssen und Pinienkernen in größeren Mengen enthalten. Auch in Milch, rohem Schweinefleisch, Hähnchenfleisch und Käse sind geringe Mengen zu finden. Allerdings geht durch Kochen immer ein Teil des Arginins verloren. Entsprechend ist es so gut wie unmöglich, den Tagesbedarf von 2 bis 5 g an Arginin nur über die Nahrung kaum zu bewerkstelligen. Der Körper ist daher insbesondere in der Wachstumsphase, nach schweren Operationen oder bei schlimmen Verletzungen und Erkrankungen auf die kontinuierliche Zufuhr über entsprechende Supplemente der Aminosäure angewiesen. Bei Krankheitsbildern wie Herz- und Leberinsuffizienz, Angina pectoris, Wachstumshormonmangel und koronare Herzerkrankungen kann der Arzt zur Einnahme eines Arginin enthaltenen Nahrungsergänzungsmittels raten.

Die Dosierung von Arginin für therapeutische Zwecke sollte immer mit einem Arzt abgesprochen werden. Im Falle einer erektilen Dysfunktion liegt die ideale Menge zur Potenzsteigerung bei 5.000 mg. Bei Arteriosklerose und Tinnitus werden meist 3.000 mg verabreicht. Zwar wurden Nebenwirkungen bei der Einnahme von Argininpräparaten bis zu einer täglichen Einnahmedosis von 15.000 mg nicht beobachtet, aber eine Eigenmedikation kann trotzdem Risiken bergen. Insbesondere Menschen mit akutem Herpes simplex sollten Arginin nicht einnehmen. Besondere Vorsicht ist ebenso bei der Kombination mit potenzfördernden Mitteln und PDE5-Hemmern geboten.

In den Apotheken werden einige spezielle Produkte auf Basis von L-Arginin angeboten, die bei der erektilen Dysfunktion und Potenzstörungen eingesetzt werden können. Die enthaltene Wirkstoffmenge bestimmt hier die zu verabreichende Dosis. Im Einzelfall sollte man sich mit dem Apotheker oder noch besser dem Arzt seines Vertrauens über das optimal wirkende Mittel unterhalten und eine individuelle Dosierung absprechen.


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